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Bestandsbewertung
Für
eine harmonische und gleichzeitig kontrastreiche Gartenanlage
sind optische Reize (Farbe, Form), akustische Reize (Wassermurmeln),
flächenhafte Tiefenwirkung (Rasenflächen) Blickbeziehungen,
rhythmische Höhenabstufung und Raumwirkung wichtig. Auf
der relativ eng begrenzten Fläche des Gartens Brockmann
ist dennoch vieles davon umgesetzt worden. Einiges ist davon
heute erlebbar, doch droht bei weiterem Pflegeausfall ein
unwiederbringlicher Verlust von Ausstattungselementen.
Der Garten Brockmann befand sich im ersten Drittel des 20.
Jahrhunderts auf seinem gestalterischen Höhepunkt, von
dem sich bis heute wesentliche Elemente erhalten haben. So
wird der Garten aus einer vollständig bewahrten, teilweise
aus Sandstein errichteten Einfriedung mit qualitativ hochfertig
ausgeführten Gartentoren begrenzt.
Die reiche Ausstattung des Gartens mit Ruhesitzen, die große
Laube, der Holzpavillon und der Sitzplatz am Steintisch, sind
bis auf das Weinspalier vorhanden, jedoch in unterschiedlich
baulichem Erhaltungszustand.
Deutlich kann die Gartenmitte, aufgrund von derzeit ungeschnittenen
Buchshecken, Steineinfassungen ehemaliger Beete und den Resten
des Springbrunnens, als einstiges Herzstück nachvollzogen
werden. Ihre Qualität ergibt sich aus der geometrisch
aufwendig zusammengesetzten Form, die in dieser Größe
in einem bürgerlichen Garten heute nur noch selten aufzufinden
sein dürfte.
Nahezu hundertjährige Einzelgehölze, wie die Magnolie
oder die Schwarzkiefer, haben nicht nur einen hohen Alterwert
und ökologische Funktion, sondern bestimmen mit ihrem
stattlichen Wuchs die Gartenrandbereiche.
Die Grundfläche des Gartens ist in ihrer Größe
unverändert geblieben. Die Ausstattung hat zwar aufgrund
nachlassender Pflege im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts
an Substanz, vor allem an pflanzlicher Fülle, eingebüßt,
da jedoch keine grundlegende Überformung des Gartens
stattgefunden hat, haben sich Wege, Einfassungssteine, Stauden-
und Rodeneinzelpflanzen im Boden erhalten. Durch Rückstandpflege,
Sanierung und Ergänzung nach Befund können die wesentlichen
Qualitäten aus dem jetzigen Verwilderungszustand herausgearbeitet
und wiedergewonnen werden.
Gravierende Störungen oder Entstellendes baulicher Art
ist im heutigen Bestand nicht feststellbar. So hat sich im
Garten Brockmann ein bürgerlicher Garten aus der Zeit
um 1900 als fast vollständige Gesamtanlage erhalten |
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