Garten Brockmann Obernkirchen
1934
2003
1931
Einleitung und Quellenlage


Die vorliegende gartendenkmalpflegerische Untersuchung zum Garten Brockmann wurde im Sommer 2001 von der Stadt Obernkirchen, Fachbereich III Planung + Entwicklung in Auftrag gegeben.

Im Rahmen der Bebauungsplanung und Stadtsanierung wurde festgestellt, dass sich am westlichen Altstadtkern einige historische Hausgärten erhalten haben, von denen der Garten Brockmann aufgrund seiner Größe und Ausstattung besonders stadtbildprägend und somit seine Erhaltung bedeutungsvoll für das historische Stadtbild entlang der Straße "Hinter dem Graben" ist.

Die Erhaltung setzt ein Gesamtkonzept auf der Basis einer gartengeschichtlichen Entwicklungsanalyse und einer Bestandsbewertung voraus, welches letztlich zur Empfehlung von notwendigen Erhaltungsmaßnahmen führt.

Die letzten Erben von Haus und Garten Brockmann, die Familie Balg in Mainz, konnte umfangreiches Bildmaterial aus ihrem Familienarchiv bereitstellen. Georg Balg, der Neffe Erick Brockmanns (Ahnenforscher und letzter Besitzer des Anwesens aus der Familie Brockmann) gab seine Erinnerungen zu Protokoll, wie der Garten durch seinen Onkel Erich und die Tante Else Brockmann genutzt wurde.

Historische Stadtkarten sind in Kopie vom Fachbereich III nach einer Archivrecherche im Niedersächsischen Staatsarchiv Bückeburg bereitgestellt worden.

Die Bestandsaufnahme und -darstellung des Gartens wurde durch die Verfasserin im Sommer 2001 auf der Grundlage einer Katasterkarte mit eingemessenen Großgehölzen, dem Springbrunnen und weiteren markanten Punkten durchgeführt und in einem Plan im Maßstab 1:250 festgehalten.

Das im Winter 2001 erstellte Erhaltungskonzept beinhaltet Empfehlungen zur Erhaltung und Wiederherstellung des Gartens.
Da der Garten aufgrund der langen familiären Nutzungskontinuität bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts in seiner Grundgestaltung nicht verändert worden ist, wohl aber wesentliche Elemente wie Lauben, Wege und Blumenrabatten durch ausbleibende Unterhaltung verwahrlosten, können die wesentlichen Qualitäten weitgehend nach Befund wiedergewonnen werden.