Garten Brockmann Obernkirchen
1914
1930
1931
Empfehlungen zur Erhaltung und Wiederherstellung

Spezielle Gartenelemente


Diese Elemente erfüllen spezielle, gestalterische Funktionen und sollten in ihrem Zusammenhang zur Stilepoche, ebenfalls mit anderen, gleichzeitig enstandenen Elementen konserviert, restauriert, ggf. auch nachgebildet werden.

Die Sandsteinpfosten der Gartentore sollten aufgrund von Frostsprengungen restauriert und begradigt werden, damit die besonders wertvollen Schmuckaufsätze nicht herabfallen. In diesem Zusammenhang sollten auch die Gitter entrostet und in einem der Originalfarbe entsprechenden Ton neu gestrichen werden.

Gartenweg 2001


Abbildung 28:
Der Gartenweg entlang der großen Mauer wurde bereits zur Bestandsaufnahme etwas freigelegt, um die Abgrenzungen zu erkennen. Links davon befinden sich einige fast gänzlich von Gras überwachsene Stauden der ehemaligen Rabatte. Geradezu wird die veränderte Situation am Sitzplatz der ehemaligen Weinlaube deutlich. Eine mächtige Birke dominiert heute diesen Eckbereich (Foto:H.Schwarz, 2001).


Die große Gartenlaube, besonders aber der Holzpavillon, muß umgehend baulich gesichert werden. Sie sind die architektonischen Eckpfeiler der Gartenanlage und unverzichtbar für das Gesamtensemble. Bei der Restaurierung sollte auf Authentizität in allen Details, z.B. auch die originale Farbgebung und auf die gehobelte Holzlatten-bauweise geachtet werden. Auch hier gilt es, so weit als möglich, die Originalsubstanz samt Patina (z.B.die Weinberankung an der großen Laube) zu bewahren.

Der Steintisch sollte auf Standsicherheit geprüft werden. Müll-und Gartenabfälle, die sich hier angehäuft haben, sind zu entfernen. Wenn die Wegeoberfläche als Platz wieder hergestellt ist, könnte wie auf Abb.:9 hier eine Gartenbank Aufstellung finden. Da sich die Situation stark verändert hat, ist eine Nachbildung der Weinlaube nicht empfehlenswert. Auch hier sollte der inzwischen eingetretenen Entwicklung des Gartens Rechnung getragen werden.


Steingarten 2001


Abbildung 26: Neben der abwärts führenden Gartentreppe auf die Straße "Hinter dem Graben" befindet sich ein Steingarten aus Kalktuff. Der ehemals besonnte Bereich liegt heute fast gänzlich von Stauden (Bergenien,Taglilien) überwachsen im Schatten größerer Gehölze (Foto: H.Schwarz, 2001).


Denkbar, aber keineswegs vordringlich für den Erhalt des Gartens Brockmann, ist die Wiederbelebung des Springbrunnens im Zentrum. Von einer historisierenden Aufstellung einer barocken Plastik sollte auf jeden Fall Abstand genommen werden, da es der Gartenentwicklung und-authentizität in keiner Weise Rechnung tragen würde.